Ragnars Töchter

Es stürmte und regnete draußen an diesem Tag im späten Frühling. Innerhalb der Mauern des Klosters Cladh Bríde, des Stifts der Heiligen Brigida, herrschte eine merkwürdige Stille. Alle Nonnen, von den Novizinnen bis zur Äbtissin, waren in der kleinen Kirche des Klosters versammelt.

Es war nur ein kleines Kloster, gebaut aus grauem Bruchstein und ohne jeglichen Wert. Adlige Familien schickten ihre Töchter hierher, wenn sie komplett von der Außenwelt abgeschnitten und vergessen werden sollten. Es gab keinen Luxus und die Frauen mussten, wenn sie draußen Feldarbeit verrichteten, den beißenden Wind ertragen, der ständig über den Linne Foirthe – dem schottischen Firth of Forth – auf die kargen Hänge der Lowlands blies.

Muirenn as Dubaig war als Jugendliche in dieses Kloster geschickt worden, nachdem ihre Eltern dahinter gekommen waren, dass sie sich in den Sohn eines einfachen Schmieds verliebt und die beiden versucht hatten, wegzulaufen und sich irgendwo weit im Süden ein neues Leben aufzubauen.

Später, sie war kaum achtzehn, verliebte sie sich in Béibhinn, in eine der anderen Nonnen. Wochenlang konnten sie ihre süße, harmlose Liebe versteckt halten, bis … ja, bis eine der verbitterten, älteren Nonnen sie sah, wie sich küssten.

Die Strafen waren hart. Sie wurden getrennt, geschlagen, mussten wochenlang bei Wasser und Brot Buße tun, waren vom heiligen Abendmahl ausgeschlossen und mussten sich vor jedem Gottesdienst vor dem Eingang der Kirche auf den Boden legen, sodass alle Nonnen über sie hinwegsteigen mussten.

Auch nachdem sie wieder in die Gemeinschaft zurückkehren durfte, war sie in der Hierarchie ganz unten. Sie musste die niedersten Tätigkeiten ausüben. Es dauerte Monate über Monate, sich aus dieser demütigenden Situation hochzudienen.

Drei Jahre vergingen. So sehr, wie sie innerlich auch die Äbtissin, ihre Priorin und das Leben in diesem Kloster – in diesem Gefängnis – verachtete, versuchte sie, eine demütige, fleißige Nonne zu sein. Nur wer sich fügte, hatte ein kärgliches, aber zumindest halbwegs erträgliches Leben.

Sie gab ihre Träume und ihre Begierden nie auf. Sie spürte in sich das Brennen in ihrem Becken, den Wunsch nach Lust und Begierde und sexueller Erfüllung. Und so entdeckte sie eines Tages, dass es in einem Frauenkloster doch einen männlichen Bewohner gab.

Es gehörte zu ihren Aufgaben, sich um die Tiere im Stall zu kümmern. Neben Ziegen und Schafen waren das auch mehrere Esel und einer dieser Esel war ein Hengst. Die Beziehung begann zaghaft und vorsichtig. Am Anfang waren es nur sanfte Berührungen an seinem Geschlecht, wenn sie ihn dort sauber machte, die länger dauerten als nötig. Sie tastete sich immer weiter vor, probierte, wie weit sie gehen konnte, und als sie merkte, dass er Eselhengst nicht abgeneigt war, befriedigte sie ihn. Der lange, schwarze Penis, der sich so ganz anders anfühlte als der von einem Mann, faszinierte sie.

Und so geschah es eines Tages, als eine der Eselstuten rossig war, dass der Esel so begierig war, sie zu besteigen, dass sie es zuließ. „Oh Herr im Himmel, vergib mir für meine Sünden, aber ich werde von einem Esel entjungfert!“, dachte Muirenn, während der Hengst seine Männlichkeit tiefer und tiefer in sie stieß. Als er schließlich tief in sie spritzte, kam sie auch. Sie hatte vorher schon Orgasmen, vor allem wenn sie von Béibhinn geleckt und gefingert wurde, aber dieser war so anders, so viel intensiver und länger andauernd, dass sie glaubte, für einige Sekunden durch die Himmelspforte zu schauen und einen Blick auf das Paradies zu erhaschen. Es war so wunderbar!

Von da an bemühte sie sich, so oft wie möglich allein bei den Eseln zu sein und mit dem Hengst Liebe zu machen. Sie konnte nicht genug davon bekommen und wurde süchtig nach den Höhepunkten, die nur dieses Tier hier geben konnte.

Ihr war es egal, ob das eine Todsünde war. Sie war sich sogar sicher, dass es sich bei all den Regeln und Verboten nur um Instrumente der Unterdrückung handelte. Dennoch versuchte sie, vorsichtig zu sein. Sie wusste, die Strafen würden drakonisch sein.

Monatelang ging ihr perverses Liebesleben mit dem Eselhengst gut, bis … ja, bis sie von Béibhinn gesehen wurde. Sie hatte nicht einmal bemerkt, dass ihre einstige Geliebte sie beobachtete.

*

Nicht viel später, noch vor der Abendmesse, stand sie vor der Äbtissin und ihrer rechten Hand, der Priorin. Die Äbtissin, eine alte, strenge, aber gerechte Frau, zeigte jedoch keine Milde. Sie wurde verhört, mit Schlägen zur Rede gebracht und mit Béibhinns Aussage konfrontiert. Ihre einstige Geliebte schilderte in allen Einzelheiten, was sie gesehen hatte, sprach voller Abscheu und Hass und beschuldigte Muirenn auch, mit anderen Tieren verkehrt zu haben.

„Muirenn, um deines Seelenheils willen, bereust du deine Taten denn wenigstens?“, fragte die Äbtissin. Bevor sie antworten konnte, keifte die Priorin: „Nichts bereut sie. Es ist nicht die erste fleischliche Sünde. Sie ist durch und durch verkommen, eine Seele des Teufels!“

Die Äbtissin nickte bedächtig.

„Dann ist kein anderes Urteil möglich. Ein so schwerer Sündenfall beschmutzt die spirituelle Reinheit des gesamten Konvents. Wir müssen das Geschwür dieser teuflischen Sünde isolieren, um die restliche Gemeinschaft vor Gottes Strafe zu schützen.“ Die Äbtissin atmete tief ein, dann sprach sie ihr Urteil: „Invocato Christi nomine, te Muirenn as Dubaig, sententialiter condemnamus ad perpetuum muri carcerem, ibidem in poenitentiam commissorum flagitiorum perpetuo moraturam.“ (1)

Muirenn verstand es und ihr gefror das Blut in ihren Adern. Sie würde im Keller des Klosters in eine Wand eingemauert werden. Nur ein kleines Loch würde offen bleiben, um sie mit Wasser und Brot zu versorgen, aber klein genug, damit sie kein Licht sehen würde. Es würde so eng sein, dass sie nur stehen kann, um Finsternis und Stille, verurteilt, in ihrer eigenen Scheiße und Pisse stehend dahinzusiechen und zu hoffen, dass sie irgendwann an Unterkühlung oder Krankheit sterben würde. Das Urteil war ein lebendiges Begräbnis und die letzten Worte, die sie hören würde, wären die der Äbtissin: „Fides tua te salvam fecit; vade in pace, et amplius noli peccare!“ (2)

In den Kellerräumen waren die gemauerten Koben von solchen Verurteilten. Auch wenn die letzte Verurteilte lange vor ihrer Zeit dort eingemauert wurde, wusste sie aus den Erzählungen, dass die armen Seelen monatelang lebten, schrien, bettelten und wahnsinnig wurden, bevor sie starben.

„Morgen früh wird eine Totenmesse für dich gehalten. Danach wird das Urteil vollstreckt!“, sprach die Äbtissin. Sie öffnete ein großes Buch, das Register des Klosters. Hinter dem Namen Muirenns schrieb sie ein Sterbedatum. Dann machte sie gegenüber Béibhinn eine Handbewegung und sprach zu ihr: „Du bist für sie bis dahin verantwortlich. Sperr sie weg und führe sie morgen zum Gottesdienst!“

Béibhinn nickte.

*

Am nächsten Morgen wurde sie von ihrer einstigen Geliebten in die Kirche geführt. Statt ihrer Nonnenkleidung musste sie ein einfaches Leinenkleid tragen. Ihre Beine waren von den Knien abwärts nackt und sie musste barfuß über den nackten Steinboden laufen. Ihre Hände waren gefesselt und sie war geknebelt. Sie durfte nicht mehr sprechen, denn mit dem Urteil galt sie bereits als tot und Tote redeten nicht.

So stand sie ganz vorne in der Kirche, da, wo bei Totenmessen normalerweise der Tote aufgebahrt lag, und musste den Gottesdienst über sich ergehen lassen. Tränen rollten ihr über das Gesicht, denn mit jedem Gebet und jedem Gesang der Messe kam ihr Ende näher. Sie wollte schreien, aber es ging nicht. Nicht einmal das ließ man ihr. Nichts und niemand würde ihr helfen … dachte sie.

Das Knirschen und Krachen der großen Tür der Kirche, die eingetreten wurde, unterbrach die heilige Messe. Wikinger!

Es war nicht das erste Mal, dass dieses Kloster von den Barbaren aus Skandinavien überfallen wurde. Doch es war lange her. Trotzdem sollten sie wissen, dass es keine Reichtümer in diesem Kloster gab. Aber darauf waren sie auch nicht aus.

Die Äbtissin starb als eine der ersten, als sie sich den Männern entgegenstellte. Sie konnte nicht einen Satz zu Ende sprechen, da erstach man sie schon mit einem der schweren, langen Schwerter, die diese Barbaren benutzten.

Dann fingen sie an, alle Nonnen zu vergewaltigen. Muirenn hörte, wie einer der Männer, offenbar einer der Anführer, rief: „Habe ich euch zu viel versprochen? Alles enge Jungfrauen!“

Der brutale Exzess der Wikinger ging über Stunden. Auch Muirenn wurde nicht verschont. Aber im Gegensatz zu den anderen nahm sie es hin, ohne zu schreien oder sich zu wehren. Ihr hatte Schlimmeres als das gedroht. Nachdem einer der Männer von ihr abließ, zog sie sich in eine Ecke der Kirche zurück und verhielt sich unauffällig. Sie empfand kein Mitleid mit den anderen Nonnen.

Dann plötzlich kam eine der anderen Nonnen auf sie zugelaufen. Es war Béibhinn. „Oh Gott im Himmel, hilf mir … bitte hilf mir!“, schrie sie und fiel vor ihr hin.

Muirenn stand auf und half Béibhinn wieder auf die Beine. Ihre frühere Geliebte war nackt, hatte am ganzen Körper Schürfwunden und blaue Flecke und etwas Blut sickerte zwischen ihren Beinen an den Schenkeln herab. Sie war wahrlich schlimm missbraucht worden.

Diese Frau hatte sie verraten! Durch diesen Verrat sollte sie lebendig begraben werden! Muirenn war sich nicht sicher, ob es nur Wut oder blanker Hass war, den sie empfand. Muirenn lächelte sie kalt an. Hinter Béibhinn stand ein großer, bärtiger Wikinger, der ihr offenbar gefolgt war und beabsichtigte, sich an ihr zu vergehen. Muirenn drehte Béibhinn um, sodass sie ihren Peiniger direkt ansehen konnte. Der Wikinger grinste.

„Stich sie ab!“, sprach Muirenn in der nordischen Sprache der Wikinger.

Der Mann bekam große Augen. „Was??“

„Stich sie ab! Los, mach es!“ Der Wikinger lachte laut auf. „Was für ein verrückter Tag heute!“, grölte er und hob sein Schwert.

„Oh Gott, nein, nein, neii …“, schrie Béibhinn, die von Muirenn festgehalten wurde. Der Mann drückte sein Schwert langsam in den Unterleib der jungen Frau und zog die Klinge dann nach oben. Gurgelnde Töne kamen aus Béibhinns Mund, die nach unten schaute und fassungslos sah, wie ihre Gedärme aus ihrem Bauch rutschten. Für vielleicht eine Minute stand die Sterbende mit offenem Mund und aufgerissenen Augen da, dann sackte sie zusammen.

Ohne sein sterbendes Opfer weiter zu beachten, schaute der Mann nun Muirenn an. In ihrem schlichten Kleid, das mehr die Form eines Sacks hatte, erkannte man kaum ihren schlanken, aber kräftigen Körper und ihre festen, nicht sehr großen Busen. Aber ihr schulterlanges, rotes Haar war auffällig und beeindruckte den Wikinger.

„Du sprichst unsere Sprache?“

Muirenn nickte. „Meine Großmutter kam aus eurem Land.“

Mann lachte laut. „Na sowas! Gut für dich! Du wirst heute nicht sterben. Komm mit!“

****

Der Wikinger stellte sich als Ragnar Blóðøx heraus, der Jarl eines kleinen Fürstentums am Sognefjord. Nachdem seine Tochter Ylva den Sohn des Jarls des verfeindeten Nachbarfylki im wahrsten Sinne des Wortes entmannt hatte, konnte er es sich leisten, mit seinen Männern zum Plündern übers Meer zu fahren. Sie zogen an der Küste Schottlands entlang und erbeuteten Gold, Silber und andere Wertsachen.

Muirenn ging mit ihm und seinen Männern. Sie riet Ragnar, den Sitz ihrer Familie zu plündern, und zeigte ihm, wo er die Wertsachen ihrer Verwandten finden konnte. Sie sah zu, wie alle niedergemetzelt wurden. Es erfüllte sie mit Genugtuung für das, was ihre Eltern ihr angetan hatten.

Als ihr Vater erkannte, dass sie unter den Plünderern war, Schwert in der Hand und in der Kleidung einer nordischen Kriegerin, genoss sie seinen Schock.

„Muirenn … du? Warum?“, fragte er sie noch. Während Ragnar zusah, stach sie zu. „Das ist dafür, was du dem Jungen des Schmieds angetan hast!“, sprach sie eiskalt. Dann stach sie ein zweites Mal zu. „Und das ist dafür, dass du mich in diese Hölle von Kloster gesteckt hast!“

Als die Wikinger weitersegelten, schaute Muirenn zurück. In der Ferne brannte der Familiensitz lichterloh. Alles, was sie je mit Schottland verband, ließ sie hinter sich. Das schnelle Langboot der Wikinger fuhr Richtung Norwegen. Sie fand ihren Platz an einem der Ruder und arbeitete genauso hart wie alle anderen. In nur drei Tagen, schneller als jede Handelskogge der Hanse, erreichten Sie den Sognefjord, Ragnars Heimat.

*

Sie lebte in Ragnars Haus und schon bald behandelte er sie wie seine Tochter. In den nächsten zwei Jahren lernte sie alles von ihm, was für eine Kriegerin wichtig war. Sie lernte, mit Schwert und Axt zu kämpfen, mit Pfeil und Bogen und mit Messern. Sie lernte richtig reiten. Bald hatte sie ihr eigenes Pferd, einen braunen, mittelgroßen Hengst mit dem Namen Hugr.

Hugr war ein wunderbares Pferd. Geduldig, als sie lernte, wie Wikinger reiten, mutig, als sie mit dem Jarl und seinen Gefolgsleuten in die Nachbarfylkis ritt, um dort Macht und Anspruch zu zeigen, und sanft, wenn sie sich nach Nähe sehnte.

Ihre sexuelle Vorliebe zu Hengsten, die sie im Kloster entdeckte, war wie ein wohliger Freund, der wieder zu ihr kam. Das Verlangen war wieder da und Hugr zeigte sich nicht abgeneigt. Das innige Miteinander, wenn sie ihn im Stall putzte und striegelte, wurde im Laufe der Zeit noch deutlich inniger. Sie liebte es, in seiner Nähe zu sein und seinen warmen Körper an ihrem zu fühlen. Wie einst bei dem Esel fing sie an, sein Gemächt zu streicheln. Dass es ihm gefiel, war offensichtlich. Sobald sie dort zärtlich zu ihm war, wurde sein Prachtstück größer und größer und härter.

Muirenn kannte Männer. Ihre Schwänze empfand sie als ärmlich und hässlich, wenn sie das riesige Stück Männlichkeit ihres Pferdes verwöhnte. Sie streichelte und massierte den Penis über die ganze Länge und er wurde steinhart unter seiner samtigen Haut. Seine Eichel wurde größer und Tropfen seines Vorsaftes kamen hervor. Sie leckte sie ab und als wenn diese Tropfen ein Zaubertrank wären, fing ihr Herz an zu pochen, Hitze stieg in ihr auf und ihr ganzer Körper kribbelte. „Oh Hugr, besteig mich …“, keuchte sie.

Sie zog ihre ledernen Hosen aus, drehte sich mit dem Rücken zu ihm, hielt ihre Hände am Gatter fest und wartete gebeugt, dass ihr Hengst über sie stieg. Hugr ließ sie nicht lange warten. Er bestieg sie und – als wenn er es schon oft gemacht hätte – fand er ihren wartenden Spalt und schob sich in sie.

„Oh Herr im Himmel … jaaaaaa …“, jauchzte sie, als er, der Hengst, Stoß um Stoß tiefer in sie eindrang und fickte. Hugr war größer und stärker als der Esel im Kloster. Sie liebte es. Als er seinen heißen Samen schließlich in sie ergoss, bekam sie einen Orgasmus, der ihr den Atem raubte. Es war so wunderbar!

Als er fertig war, drehte sie sich um und umarmte ihn. Sie kraulte seine Mähne und küsste ihn, während sein Sperma aus ihrer noch nackten Möse auf die Lederhosen tropfte. Es war ihr egal. Es dauerte nicht lange, und sie stellte sich wieder für ihren Hengst bereit und er fickte sie erneut.

Sie blieb die ganze Nacht im Stall und ließ sich noch ein halbes Dutzend Mal von ihrem Hengst begatten, bevor sie total erschöpft im Stroh einschlief.

*

Im darauffolgenden Frühsommer begleitete Muirenn zusammen mit einigen Kriegern den Jarl bei einem Besuch im Hórðafylki, dem Nachbarfürstentum, mit dem es schon seit Generationen eine Feindschaft gab. Erst seit der Jarl des Hórðafylki alt wurde und sein Sohn, Erik Jarlson, von Ragnars Tochter gezeichnet wurde, war so Ruhe eingekehrt. Man konnte es nicht Frieden nennen und Ragnar war sich sicher, sollte es in diesem Fylki einen Machtwechsel geben, würde die Feindschaft wieder aufflammen.

Sie waren bereits seit Tagen unterwegs und schon ein gutes Stück weit ins Nachbarland eingedrungen, als der Abend nahte und es Zeit wurde, nach einer guten Stelle für die Nacht zu suchen. Sie fanden eine Scheune, die offenbar zu keinem Hof gehörte. Da sie leer war, beschloss die Schar, sie für die Nacht zu benutzen.

Es war noch früh am Morgen, als Muirenn durch ein ungewöhnliches Geräusch wach wurde. Es war noch nicht wirklich hell draußen und in der Scheune verfing sich der letzte Rest der Dunkelheit der vergangenen Nacht. Etwas stimmte nicht!

Sie erkannte, dass Ragnar und seine Männer gefesselt auf dem Boden saßen. Dahinter standen fremde Wikinger mit Schwertern in ihren Händen.

„Was verdammt ist …“, fing sie an zu fluchen, wurde aber von einer unnatürlich hohen Männerstimme unterbrochen. „Oh schau an, schau an, die Dame ist wach geworden!“

Zwischen den Männern trat ein fetter, in elegantem Tuch gekleideter Mann hervor. Er passte so gar nicht zu den übrigen Männern und sah eher aus wie ein dekadenter Franzose.

„Erik, der Eunuch!“, sprach Muirenn abfällig. „Wer hat denn dich fettes Schweinchen aus deinem Stall rausgelassen?“

Erik lachte, ein schrilles, feixendes Lachen.

„Was sagt dein Jarl dazu, dass du hier so einen Scheiß machst?“, fragte sie. Erik feixte weiter. „Mein Jarl? Ich habe keinen Jarl mehr!“, sprach er und machte mit einem Finger eine Bewegung von links nach rechts an seinem Hals entlang. „Mein Jarl wollte nach Walhalla, aber ohne Schwert in der Hand musste er in die Unterwelt von Helheim!“

Erik lachte weiter, ein widerwärtig quiekendes Lachen, als er über den niederträchtigen Mord an seinem Vater redete.

Dann hörte er plötzlich auf zu lachen, schaute sie ernst an und fauchte: „Ich bin jetzt der Jarl von Hórðafylki!“

Muirenn wollte laut auflachen, aber ihr wurde klar, dass sie ziemlich in der Klemme saßen. Offensichtlich hatte es Erik mit seinen Männern geschafft, die Wachen draußen zu überrumpeln und alle Männer im Handstreich gefangen zu nehmen.

Es war, als würde Erik ihre Gedanken erraten. „Ja, all eure Männer leben noch! Sie sollen zusehen, was ich mit dir vorhabe!“ Er feixte wieder. „Ich konnte es kaum glauben, dass ihr in der Scheune übernachtet, in der ich Ylvar …

„In der Ylva dich zu einem Weib gemacht hat!“, unterbrach Muirenn ihn.

Eriks Stimme klang fast hysterisch, als er sie anschrie: „Ich werde an dir … an Ragnars Ersatztochter … zu Ende bringen, was ich hier einst begann. Mal sehen, wie viele Hengste es braucht, bis du am Hestsreðrsdráp zugrunde gehst!“

Muirenn hatte davon schon gehört. Beim Hestsreðrsdráp wird eine verurteilte Frau von Hengsten so lange vergewaltigt, bis entweder alle Hengste eines Fylki auf ihr waren oder sie daran starb. Sie musste sich ein Lächeln verkneifen. Niemand wusste von ihrer Vorliebe. Hugr war ein toller Liebhaber und sie hatten schon so oft Sex gehabt, dass sie es nicht mehr zählen konnte. Auch andere Hengste aus Ragnars Herde hatte sie schon verführt.

„Du Níðingr!“, hörte sie Ragnar fluchen. Einer der Bewacher schlug ihm als Antwort ins Gesicht.

„Schweig, Ragnar, und sieh zu, wie ich jetzt beende, was ich mit deiner ersten Tochter begonnen hatte!“

„Große Worte für ein Schwein, das hier von Ylva entmannt wurde!“, schleuderte Ragnar ihm zurück.

Erik schrie vor Wut. „Los, bereitet sie vor! Holt die Hengste!“

Mehrere Männer griffen Muirenn, rissen ihr die Kleidung vom Leib und legten sie bäuchlings auf eine Bank, sodass sie sich wie ein Hündchen mit nacktem Hintern präsentierte. Sie wurde an Armen und Beinen festgebunden, sodass sie nicht entkommen konnte, ja sich nicht einmal wirklich bewegen konnte.

Als Erstes wurde ihr Hengst Hugr hereingeführt. Als er sie sah, wurde er sofort geil. Erik jauchzte vor Vergnügen, unwissend, warum der Hengst so schnell reagierte. Hugr riss sich von dem Mann, der ihn reinführte, los und stürmte auf Muirenn drauf, sein Penis groß und hart unter ihm. Schnell fand er die Möse seiner ‚Stute‘ und drang ein. Muirenn jauchzte laut auf, während alle Männer ihres Stammes fassungslos sahen, wie eine ihrer Frauen von einem Hengst gefickt wurde.

Die beiden waren ein eingespieltes Team und sie genoss es, wie ihr Liebhaber sie fickte. Als Hugr seinen Samen in sie ergoss, schrie sie einen heftigen Orgasmus heraus. Sie hatte sich nicht mehr unter Kontrolle und schrie Hugrs Namen, während sie kam.

Von allen war Erik am fassungslosesten. Was sollte das für eine Rache sein, wenn sein Opfer vor Vergnügen jauchzte? Zornesröte stieg in sein feistes Gesicht. „Den nächsten! Los, den nächsten!“, kreischte er.

Man führte das Pferd Ragnars herein, ein größeres, stämmigeres Pferd als Hugr, aber ebenso ein nur eher mittelgroßes Tier, so wie es bei den Wikingern üblich war. Nur Muirenn wusste, dass auch er sie schon gedeckt hatte. Auch mit ihm hatte sie einen lautstarken Orgasmus.

Nachdem er von ihr runter war, keuchte sie zwar heftig und sein Sperma spritzte schwallweise aus ihrer Möse, aber sie war alles andere als fertig. Sie konnte nur den Kopf bewegen und drehte ihn zur Seite, sodass die Männer und Erik ihr Gesicht sahen.

Sie lachte und verhöhnte Erik. „Du weibischer Fettsack, ist das alles? Macht dich das geil? Ach stimmt ja, bei dir wird nichts mehr geil, hahaha!“

Selbst Eriks eigene Männer lachten. Der feiste Mann war außer sich vor Wut. Ragnars Brust schwoll vor Stolz an.

Als der nächste Hengst geholt wurde, fingen er und seine Männer an, den Schlachtruf „Hertu þig! Hertu þig!“ zu grölen. Als der Hengst fertig war, brüllten sie: „Sáutt! Sáutt!“

Erik ließ noch einen Hengst holen, dann noch einen und noch einen. Nach jedem Deckakt wurde er von Muireen beschimpft und von Ragnars Männern verhöhnt. Es lief nicht so, wie er es sich erhofft hatte.

„Eure Frauen stehen auf Hengste, nicht wahr?“, schrie Erik. „Ylva war genauso versessen auf Pferdeschwänze!“ Er schaute Ragnar wutentbrannt an. „Na gut! Mal sehen, was deine rothaarige Schlampe zum nächsten Liebhaber sagt!“

Erik drehte sich zu seinen Männern um. „Los, holt ihn rein!“, rief er.

Kurz darauf war von draußen ein lautes, wildes Wiehern zu hören und Geräusche, als wäre dort ein Tumult. Das Scheunentor ging auf und vier der kräftigsten Männer waren nötig, um ein Monster von Pferd hereinzubringen. Der Hengst war riesig. Sein Fell war von einer Farbe wie dunkles, rotbraunes geschmiedetes Kupfer. Er war so groß, dass keiner der Männer über seinen Rücken schauen konnte, und seine Brust war breit wie die eines normannischen Schlachtrosses. Sein Wiehern war wie ein wütender Schrei und er schüttelte die Männer ab, als wären sie nur Fliegen auf seinem Fell.

Er stürmte auf Muirenn zu, stand dann hinter ihr, roch an ihrer Möse, die nach all den Hengsten roch, die sie bestiegen hatten, und fing an zu flehmen. Sie versuchte, nach hinten zu schauen, und was sie aus dem Augenwinkel sah, ließ sie erschrecken. ‚Gott, oh Gott, ist der riesig‘, dachte sie panisch. Sie konnte nur aus dem Augenwinkel sein Gemächt erkennen, aber es reichte, dass sie wusste, er war in jeder Hinsicht ein Monster.

Sie spürte seinen heißen Atem an ihrer nassen Möse und verkrampfte sich innerlich.

‚So eine hübsche Frau, die dem Hestsreðrsdráp geopfert wird …‘, hörte sie eine tiefe, wohlklingende Stimme. Muirenn war irritiert. Wer sprach da? ‚Was für eine Verschwendung!‘, sprach die Stimme weiter. Der Hengst machte sich daran, über sie zu steigen.

„Was? Wer … spricht da?“, keuchte Muirenn.

‚Schhhh … stell keine dummen Fragen. Schau dich um, schau in dich. Wer bin ich?‘

Muirenn, die ihre christliche Erziehung nie ganz ablegen konnte, obwohl sie schon lange den Glauben an einen lieben Gott verloren hatte, glaubte nicht an magische Wesen, an Übernatürliches oder fremde Kräfte, und wenn doch, war es Hexerei. Umso erschreckender war die Erkenntnis, wer mit ihr sprach.

„Mein Gott, du? Das Pferd?“, flüsterte sie. Wie zur Antwort hörte sie ein Kichern. Es war, wie die Worte, die sie hörte, nur für sie wahrnehmbar. Gleichzeitig war der Hengst über ihr und begann, es an ihr zu vollziehen. Seine riesige Eichel drückte an ihrer von Pferdesperma nassen Möse. Sie japste, als sie fühlte, wie groß er war. Der Schmerz, den sein riesiger Penis verursachte, ließ sie aufschreien. Sie nahm nicht wahr, wie Erik vor Freude jauchzte. Stattdessen nahm sie neben dem Schmerz eine wohlige Wärme in ihrem Körper wahr, der so gar nicht zu dem passte, was gerade mit ihr passierte.

‚Ich bin Rauðnir, ein Hengst aus der Linie der Pferde, die direkt von Sleipnir abstammen!‘, hörte sie die Stimme reden. Währenddessen drückte seine Eichel gegen ihren Muttermund. Er stieß immer wieder dagegen. ‚Meine Natur will es, dass ich dich innerlich zerstöre! Aber du kannst es überleben.‘ Seine Stöße wurden immer härter und obwohl es höllisch weh tat, fühlte es sich für Muirenn an, als wäre es etwas Schönes, Wunderbares und Angenehmes.

„Wie?“, flüsterte sie, denn ihr war bewusst, dass er das Hestsreðrsdráp vollenden würde.

‚Werde meine Partnerin, meine Frau! Du wirst als meine Skjaldmær ungeahnte Kräfte bekommen und ein sehr langes Leben haben. Nur eins wirst du nicht: niemals die Frau eines Mannes oder Mutter von Kindern. Du wirst nur mir gehören!‘

Er rammte erneut seinen riesigen Penis in sie und ihr Muttermund gab nach. Er zerriss sie innerlich und drang tiefer und tiefer in sie ein. Sie schrie gurgelnd und grunzend auf. Erik schrie vor Vergnügen, als er sah, wie der Schwanz des Hengstes unnatürlich tief in ihr verschwand.

‚Entscheide dich, denn sonst wirst du jetzt sterben!‘, hörte sie den Hengst sagen. Obwohl er sie gerade mit seinem Penis tödlich verletzt hatte, fühlte sie sich unendlich wohl. Es war kein Schmerz, nur ein wohliges Feuer in ihr. Für den Bruchteil einer Sekunde dachte sie, dass er sie mit ihrem Leben erpresste. Aber tat er das wirklich? Sie liebte Pferde und bevorzugte sie schon lange als Sexualpartner. War er nicht viel mehr ihr Traumprinz, von dem jedes Mädchen träumte?

Er fickte sie hart und tief. Sie hörte ihn immer heftiger schnauben und wusste, er war kurz davor, zu kommen.

‚Entscheide dich jetzt, denn wenn ich meinen Samen in dir ergieße, ist es zu spät!‘

Sie zögerte nicht länger. „Ja. JA! Ich will deine Frau sein!“, schrie sie, was alle Männer erschrocken schauen ließ. Sie wussten ja nicht, wieso sie das rief. ‚So soll es sein, Muirenn Rauðnirsfru!‘, hörte sie ihn. Dann kam er und spritzte eine riesige Menge seines fruchtbaren Safts in sie. Ihr Körper passte sich seinem riesigen Penis an. Als seine Skjaldmær wandelte sich ihr Körper zu einer Hülle für seine Männlichkeit. Sie schrie laut auf, und was die Männer als ihren letzten Todesschrei vermuteten, war tatsächlich ihr Befreiungsruf.

Der Hengst ließ von ihr ab und als er seinen Penis aus ihr herauszog, konnten alle sehen, wie unfassbar tief er in ihr war. Riesige Mengen Sperma spritzten und flossen aus ihr heraus. Muirenn lag regungslos auf der Bank.

Erik kreischte vor Vergnügen. Er stand vor Ragnar und feixte. „Das Hestsreðrsdráp ist vollzogen! Er hat sie umgebracht!“ Er lachte und es klang wie das Gackern eines Wahnsinnigen. Die Männer, sowohl Eriks als auch die von Ragnar, schauten ihn fassungslos an.

Der Hengst stand neben Muirenn und während Erik weiter hemmungslos lachte, bewegte sie sich wieder. Sie riss ihre Fesseln los und stand auf. Nackt und breitbeinig stand sie auf, stellte sich neben den Hengst und küsste seine Nüstern. Sperma lief in Fäden zwischen ihren Beinen herunter. Dann ging sie langsam auf Erik zu, der mit dem Rücken zu ihr stand und immer noch lachte.

Doch dann merkte er, dass die Männer nicht ihn anschauten. Er drehte sich so schnell um, dass er mit seinem fetten Körper fast umgefallen wäre. Muirenn stand direkt vor ihm, nackt und mit eisigem Gesicht.

„Bei allen Göttern … das … das … das ist doch unmöglich!“

Muirenn fasste ihm mit einer Hand an den Hals. Mit einem Griff, viel zu kräftig für eine Frau, drückte sie zu und ließ den feisten Mann japsen. Erik fing an zu zappeln, um sich zu befreien, aber ihr Griff war hart und gnadenlos. Er kam nicht frei und seine Bewegungen machten seine feiste Figur nur noch lächerlicher.

Sie sprach leise, aber trotzdem konnte es jeder hören. „Ragnar bot dir Frieden und zum Dank wolltest du seine Tochter Ylva töten. Ragnar verschonte dich und dein Volk und zum Dank überfällst du uns hier und wolltest mich umbringen. WAS IN ODINS NAMEN DACHTEST DU DIR DABEI?“

Der letzte Satz war nicht lauter, aber so kraftvoll, dass es allen in der Scheune so vorkam, als wäre ein eisiger Wind durchgezogen.

Erik quiekte und japste nur. Er versuchte gar nicht erst, sich zu erklären, sondern zappelte weiter in der vergeblichen Hoffnung, sich befreien zu können.

Sie zeigte auf den Hengst. „Das ist Rauðnir, ein Ahne von Odins Ross. So wie Ylva und ihr Hengst Jötunn haben wir das Sleipnirblót, das göttliche Band zwischen Hengst und Skjaldmær, geschlossen.“

Sie schaute ihn mit eisigen Augen an, weiterhin eine Hand an seinem Hals. Die andere Hand streckte sie zu einem seiner Männer aus, machte eine Handbewegung und das Sax, das Handmesser des Mannes, flog ihr in die Hand.

„Ich bin nun die Skjaldmær Muirenn Rauðnirfru! Du wolltest zu Ende bringen, was du mit Ylva angefangen hast! Jetzt werde ich zu Ende bringen, was Ylva anfing!“

Sie schnitt ihm den Gurt, an dem sein Schwert hing, ab. Klimpernd fiel es zu Boden. „Du hast es nicht verdient, mit einer Waffe an dir zu sterben. Walhalla wird dir verwehrt bleiben!“ Dann stach sie das Messer langsam in seine Brust, bis es tief in sein Herz eindrang. Erik schaute sie mit großen Augen an. „Lebe wohl in der kalten, nebeligen Unterwelt von Helheim!“

*

Wie Ylva Jahre zuvor, verließ auch Muirenn das Syngafylki. Anders als Ragnars leibliche Tochter ging sie jedoch nicht im Zorn. Ragnar, nun das Oberhaupt von zwei Fylkis, gab zu ihrem Abschied eines der prächtigsten Feste, das die Wikinger in dieser Gegend je erlebt hatten.

„Jetzt verliere ich meine zweite Tochter …“, sprach er zum Abschied. Muirenn schüttelte den Kopf. „Du hast keine Tochter verloren. Wir sind nur nicht mehr hier, aber wie alle Skjaldmær werden wir immer über unser Land und unsere Heimat wachen.“

Dann stieg sie auf Rauðnir. Sie schaute zu dem stämmigen, bärtigen Mann herunter. „Ich bin dir für so vieles dankbar. Du hast mich aus der Hölle des Klosters befreit. Bei dir … bei euch … bin ich zu der geworden, die ich jetzt bin.“

Sie wollte losreiten.

„Bitte, Muirenn. Wenn du jemals Ylva treffen solltest, richte ihr bitte aus, dass ich sie um Verzeihung anflehe. Ich … ich wünschte, ich könnte meine Dummheiten wieder gutmachen.“

Muirenn nickte. Dann ritt sie los.

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(1) „Nachdem der Name Christi angerufen wurde, verurteilen wir dich, Muirenn as Dubaig, zur ewigen Haft in der Gefängnismauer, um ebendort zur Buße für die begangenen Schandtaten für immer zu verbleiben.“ Zurück zum Text

(2) „Dein Glaube hat dir geholfen; geh in Frieden und sündige nicht mehr.“ Zurück zum Text

 

Jarl = Häuptling bzw. Fürst eines Wikingerstamms

Jarlson = ältester Sohn und Nachfolger des Jarls

Níðingr = ehrloser Feigling

„Hertu þig!“ (gesprochen „Hert-u thig!“) = Wettkampfruf „Streng dich an!“, aber auch „Mach dich hart!“ 

„Sáutt!“ = Wettkampfruf „Treffer!“ und auch „Das sitzt!“

Hestsreðrsdráp = Wikingerzeremonie, bei der eine Frau von Hengsten zu Tode vergewaltigt wird (Hests = des Hengstes, Reðrs = der Penis, Dráp = der Totschlag)

Sleipnirblót = Band zwischen Hengst und Skjaldmær

Hugr – „Der Mutige“

Rauðnir – „Der Rote/Der Feurige“